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Die Patton Barracks bei Google Earth

Exerzierplatz,Tennisplatz,Parkplatz: Der Innenhof der historischen Kaserne macht nur einen Bruchteil der heutigen Patton Barracks aus. Die Form des Mannschaftsgebäudes, des Wirtschaftsgebäudes und des Familienhauses für verheiratete Unteroffiziere gleicht noch der von 1914.


Die heutigen Patton Barracks vor fast 100 Jahren

Grenadierkaserne / Kriegsgefangenenlager Heidelberg

Quelle: Stadtarchiv Heidelberg

Die großen Kasernengebäude im  westlichen Teil der heutigen Patton Barracks wurden im Jahr 1914 noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs errichtet und sollten die Hälfte des in der Altstadt stationierten Bataillons aufnehmen. Stattdessen wurden sie nach Kriegsausbrauch als Gefangenenlager für französische Offiziere genutzt. Das Bild oben stammt aus dieser Zeit und zeigt den zu Tennisplätzen umfunktionierten Exerzierplatz, das Mannschaftshaus und das Familienwohnhaus für verheiratete Unteroffiziere.

Aus dem Heidelberger Tageblatt, 19.05.1914

Die neue Kaserne

Draußen vor den Toren der Stadt am kleinen Exerzierplatz sind in letzter Zeit mehrere stattliche Gebäude aus dem Erdboden hervorgewachsen, die mit ihren hellroten Dächern weithin über die grüne Ebene hinwegschauen und durch ihre Architektur und die Art ihrer Anordnung dem Beschauer ein freundliches Bild gewähren. Es sind die neuen Kasernenanlagen, die schon im Herbst dieses Jahres ihrer Bestimmung übergeben werden sollen. In der Altstadt sieht man bekanntlich dem Auszug unserer Grenadiere von ihrer alten Kaserne nach der neuen Heimstätte nur mit gemischten Gefühlen entgegen, aber es ist immerhin ein Trost, dass zunächst nur zwei Kompanien am 1.Oktober hinausgelegt werden, während die beiden anderen Kompanien in der alten Kaserne verbleiben.

Die neue Kaserne ist demnächst vollständig unter Dach. Sie besteht aus einem Mannschaftshaus, dass die Mannschaftsstuben nebst zugehörigen Waschräumen und Aborten, die Stuben für die unverheirateten Unteroffiziere, 2 Feldwebelwohnungen, 2 Offizierswohnungen, sowie die erforderlichen Schreibstuben, Kammer-, Boden- und Kellerräume enthält. Daran schließt sich das Wirtschaftsgebäude, in dessen Erdgeschoss die Mannschaftsspeiseanstalt, bestehend aus Küche nebst Zubehör, Speisesaal mit Nebenräumen, Marketenderverkaufsraum und das Mannschaftsbad untergebracht ist, während das Obergeschoss die Unteroffiziersspeiseanstalt mit Küche, Speise- und Versammlungsraum sowie die Markettenderwohnung enthält.

Abgesondert von beiden Bauten liegt das Familienwohnhaus, in dem sieben verheiratete Unteroffiziere nebst ihren Familien untergebracht werden sollen. Ein vierter Bau ist für die Waffenwerkstätten vorgesehen. Diese Bauten umschließen mit der schon bestehenden, aber erst jetzt vom Militärfiskus abgekauften Exerzierhalle und dem Fahrzeugschuppen einen weiten Kasernenhof und machen mit ihren ruhigen Architekturen schon jetzt einen freundlichen Eindruck, der noch nach erfolgter Herstellung des Außenputzes sowie der Anpflanzungen wesentlich gesteigert werden dürfte.

(Quelle: Stadtarchiv Heidelberg)


Patton Barracks: Warrior Zone

Computerarbeitsplätze, Spielkonsolen, Kino, Küche – die Warrior Zone in den Patton Barracks.